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Verhinderungstaktik und ihre Folgen

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Korruption ist der destruktivste Faktor in der Gesellschaft und setzt Gesetze inoffiziell außer Kraft. Mit unserem Schweigen bekräftigen wir die Korruption, deshalb sind wir alle für die Folgen verantwortlich.

 

Die traurige Geschichte von Stefan Dan ist weiten Kreisen aus dem Buch „Krebsmittel Ukrain - Kriminalgeschichte einer Verhinderung“ von Dr. Eleonore Thun-Hohenstein (Molden Verlag, Wien 2004), durch zahlreiche Presse- (Link 1, Link 2, Link 3) und Fernsehberichte („Die Redaktion spezial“, RTL2; „Mona Lisa“, ZDF, 10. Oktober 2004, 18:00, http://www.presseportal.de/meldung/604528) wie auch aus der Fachliteratur bekannt (Link).

1993 hat der Arzneimittelbeirat beim Gesundheitsministerium die Anwendung des Präparates Ukrain nach § 42 erlaubt (Link). Im April 1995 sind die Eltern von Stefan mit dem kranken Kind und einem ärztlichen Rezept zu Nowicky Pharma gekommen. Vom Kind waren nur Tumore, Knochen und betende Augen zu sehen. Diagnose – generalisierte Lymphangiomatose. Aus dem Arztbericht, Universitätsklinik für Kinderheilkunde, Wien: „Die weitere Tumorprogression kann nach Rücksprache mit unserer Onkologin weder chemotherapeutisch noch strahlentherapeutisch angegangen werden. Auch ein chirurgisches Vorgehen ist nicht mehr möglich, so dass die weitere Therapie lediglich palliativ sein kann“ (Link). Damals gab es nicht die geringste Hoffnung, das Kind zu retten, es sollte aber den verzweifelten Eltern die letzte Chance nicht genommen werden. Leider sind die Fotos aus dieser Zeit auf mysteriöse Weise verschwunden.

Während der Behandlung ist eine unerwartete Besserung eingetreten (siehe Foto im Kindersitz, 21. Juli 1995).

Nach der weiteren Ukrain-Therapie sind Tumore fast verschwunden. Das Kind konnte sprechen, spielen, gehen und sogar Rad fahren.

Die Therapie wurde noch nicht abgeschlossen, aber trotz solchem Erfolg wurden die Eltern mit der Drohung der Gefängnisstrafe gezwungen, die Behandlung zu unterbrechen (Link). Folglich sind Tumore am Rücken weiter gewachsen (Link, siehe Foto).

Ein großer Tumor am Rücken wurde herausoperiert, aber ein neuer ist im Bauch gewachsen.

Aus dem Operationsbericht 24. März 2000: „Indikation (Operationsanzeige): generalisierte Lymphangiomatose (intraabdominal/thorakolumbal), ausgeprägte Lipomatosis dorsi, hochgradige Thoraxdeformität; … hochgradige Kachexie… Der gesamte Rückenbereich ist durch enorme Geschwulstgewebe kugelig vorgewölbt… Das Geschwulstgewebe setzt sich hier an jenem Bereich auch durch die Thoraxwand fort. Von einer Radikalität kann sicherlich nicht gesprochen werden.“

Der Zustand des Kindes hat sich ständig verschlechtert.

„5. April 2000. Röntgenuntersuchung: „Bei der heutigen Aufnahme … ist eine zunehmende Minderbelüftung der rechten Lunge festzustellen.“

6. April 2000. Punktion des Aszites unter Ultraschallkontrolle. „Es lassen sich 1600 ml gelblich grünliches Exsudat abpunktieren.“

20. April 2000. Tracheostomie (Luftröhrenschnitt mit Einsetzen einer Kanüle für mögliches Anschließen an ein Beatmungsgerät).

24. Mai 2000. Ultraschalluntersuchung: „Die Leber ist deutlich vergrößert … Deutliche Splenomegalie (Milzvergrößerung).

3. Juni 2000 Patient ist an ein Beatmungsgerät angeschlossen worden.

19. Juni 2000. Ultraschalluntersuchung: Weitere Lebervergrößerung bis 14 cm. Mehrere Lymphangiome.

23. August 2000: „Exzision des nekrotischen Gewebes“ (Abtragung des abgestorbenen Gewebes über der rechten Hüfte).“

So war der Zustand des Kindes bei der Entlassung aus dem Spital im August 2000: „Exsikkose (Austrocknung). St. febrilis (Fieber). Dekubitalulcera (Druckgeschwüre) über rechter Hüfte und am rechten Schulterblatt. Blutungsanämie… Kachexie (völliger Kräfteverfall). Hyponatriämie (gesunkener Natriumspiegel im Blut). Intercostales (zwischen den Rippen) und thorakales (vom Brustkorb ausgehendes) Lymphangiom bei generalisierter Lymphangiomatose. Paraparese ab Th5 (Querschnittlähmung). Aszites (freie Flüssigkeit im Bauch). Heimrespiratortherapie (Beatmungsgerät). Tracheostoma (Kanüle in der Luftröhre). Entlassungsstatus: Gewicht 19,3 kg, Bauchumfang 61 cm.“

In diesem fast schon hoffnungslosen Zustand wurde Ende September 2000 wieder mit der Ukrain Therapie begonnen. Allmählich hat sich der Zustand des Kindes  verbessert (Link).

„Während der Therapie haben die Schmerzen nachgelassen, alle Schmerzmittel wurden abgesetzt. Die Atmung hat sich verbessert, kein Beatmungsgerät ist jetzt notwendig. Schwere Druckgeschwüre haben abgeheilt und beträchtliche Hautdefekte haben sich ohne plastisch-chirurgische Eingriffe voll zugedeckt. (Siehe Foto) Tumore im Bauch wie auch an anderen Körperstellen bilden sich im Verlauf der Therapie mit Ukrain zurück.“

Stefan ist jetzt 18 Jahre alt. Er ist intelligent, kann lesen, schreiben, malen, spielt Klavier, aber leider gelähmt für das ganze Leben durch unverständlichen Verbot von Ukrain-Therapie.

Dan 17.11.2010
17.11.2010

Stefan ist 18 Jahre alt.